{"id":275,"date":"2023-01-04T16:19:27","date_gmt":"2023-01-04T14:19:27","guid":{"rendered":"https:\/\/maritime-verbindungen.uni-trier.de\/?page_id=275"},"modified":"2024-07-15T13:51:02","modified_gmt":"2024-07-15T11:51:02","slug":"275-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/maritime-verbindungen.uni-trier.de\/","title":{"rendered":"Start"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;54px||54px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; min_height=&#8220;2540.9px&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;|700|||||||&#8220; text_letter_spacing=&#8220;2px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Maritime Verbindungen und ihr Einfluss auf den antiken Seehandel<\/h1>\n<h2>\u2013 Nautische Simulationen als Grundlage historischer Forschungen<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;79%&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font_size=&#8220;17px&#8220; text_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Navigare necesse est, vivere non necesse est (Original: \u03a0\u03bb\u03b5\u1fd6\u03bd \u1f00\u03bd\u1f71\u03b3\u03ba\u03b7, \u03b6\u1fc6\u03bd \u03bf\u1f50\u03ba \u1f00\u03bd\u1f71\u03b3\u03ba\u03b7)! Diesen Ausspruch, der soviel bedeutet wie &#8222;Seefahrt tut Not, Leben hingegen nicht&#8220;, legte der griechische Geschichtsschreiber Plutarch dem r\u00f6mischen Feldherren Pompeius in den Mund. Dieser soll ihn zu Schiffsleuten gesagt haben, die sich aufgrund eines heftigen Sturms weigerten, mit\u00a0 Getreide beladenen Frachtseglern Richtung Rom in See zu stechen. Diese Anekdote, deren Ausspruch bis heute noch als Seglermotto \u00fcberlebt hat, zeigt, welche gro\u00dfe Bedeutung die Seefahrt f\u00fcr die Stadt Rom und das r\u00f6mische Imperium hatte: Ohne die Getreideimporte w\u00e4re Rom nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig gewesen, und so z\u00e4hlte das Leben Einzelner geringer als das Kollektiv.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; min_height=&#8220;403.7px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font_size=&#8220;17px&#8220; text_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; text_orientation=&#8220;justified&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Seeverbindungen sind eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr die Entwicklung komplexer Wirtschaftssysteme. Anders als die arch\u00e4ologisch, dokumentarisch und literarisch deutlich besser belegten Landverbindungen, stellen die Seerouten und ihr Einfluss auf die Transportkosten ein Forschungsdesiderat besonders f\u00fcr die vormodernen Epochen dar. Allerdings m\u00fcssen hierf\u00fcr Kalkulationsgrundlagen in belastbaren Korridoren ermittelt werden, um Erkenntnisse zu Globalisierungsph\u00e4nomenen nicht nur erahnen, sondern auch konkret beschreiben zu k\u00f6nnen. Derartige Prozesse treten in j\u00fcngster Zeit zwar geballt auf, sind aber in Ans\u00e4tzen schon in der Antike greifbar. Gerade die &#8222;Perspektive langer Dauer&#8220; erm\u00f6glicht das Beobachten von Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, wie sie f\u00fcr die aktuelle Zeit noch gar nicht gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/maritime-verbindungen.uni-trier.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/210923_collage_wue1-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;210923_collage_wue1&#8243; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Routensimulation f\u00fcr die antike Verbindung Alexandria-Lykien-Syrakus mit rekonstruiertem Handelsschiff \u201eBissula\u201c (Collage der DFG)<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font_size=&#8220;17px&#8220; text_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt &#8222;Maritime Verbindungen und ihr Einfluss auf den antiken Seehandel \u2013 Nautische Simulationen als Grundlage historischer Forschungen&#8220; stellt hierbei das Langzeitvorhaben der Universit\u00e4t Trier zur\u00a0 Erforschung ebendieser Themen dar, mit dem Ziel, durch die Entwicklung eines Digitalen Interaktiven Maritimen Atlas zur Geschichte (DIMAG) ein Arbeitsinstrument f\u00fcr die Forschung aber auch f\u00fcr die interessierte \u00d6ffentlichkeit zur Ver\u00fcfgung zu stellen, mit dem sich durch die Verbindung von Routensimulationen mit historischen und arch\u00e4ologischen Daten Warenstr\u00f6me, Wirtschafts- und Kommunikationswege erforschen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG gef\u00f6rderte Projekt mit einer F\u00f6rderlaufzeit von neun Jahren besch\u00e4ftigt sich in drei F\u00f6rderphasen mit jeweils zeitlich und regional unterschiedlichen Teilepochen der Antike. Nach einer Erforschung des Mittelmeerraums w\u00e4hrend der r\u00f6mischen Kaiserzeit (1.-3. Jhd. n. Chr.), folgt die klassisch-hellenistische Teilepoche und mit dieser die Erschlie\u00dfung neuer Seegebiete, wie der Adria, des Ostatlantik und des Indischen Ozeans. In der dritten F\u00f6rderphase r\u00fccken die Sp\u00e4tantike und der Schwarzmeerraum, sowie die Seeverbindungen in Nordwest- bzw. Nordosteuropa in den Fokus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Interaktive Atlas als Forschungstool f\u00fcr Historiker:innen und die interessierte \u00d6ffentlichkeit soll f\u00fcr den Mittelmeeraum der r\u00f6mischen Kaiserzeit bereits am Ende der ersten F\u00f6rderphase im Fr\u00fchjahr 2024 als webbasiertes Geoinformationssystem auf dieser Seite zur Verf\u00fcgung stehen und wird im Zuge der zweiten und dritten F\u00f6rderphase st\u00e4ndig weiterentwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_letter_spacing=&#8220;3px&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\">Ziele des Projektes<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font_size=&#8220;17px&#8220; text_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Maritime \u00d6konomien als <b>Forschungsgegenstand<\/b> in der Antike mit quantifizierenden Untersuchungen in einer neuen Perspektive zu etablieren, wobei die Methodenentwicklung eine zentrale Rolle spielt. Dabei werden der Seehandel und damit einhergehende Globalisierungsph\u00e4nomene fokussiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Hierf\u00fcr wird mit der Simulation antiker Handelsschifffahrt eine neue <b>Methode<\/b> zur Berechnung des Verlaufs und der Kapazit\u00e4t von Seeverbindungen sowie der Kalkulationsgrundlagen f\u00fcr die im Seehandel engagierten Unternehmer entwickelt und durch deren Anwendung in den unter 1. durchgef\u00fchrten Untersuchungen deren wissenschaftlicher Wert nachgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. \u00dcber das Vorhalten der Datengrundlagen f\u00fcr die unter 2. angestellten Berechnungen und die Visualisierung der Simulation im Rahmen eines &#8222;Digitalen Interaktiven Maritimen Atlas zur Geschichte&#8220; (DIMAG) soll der Forschung erstmals und nachhaltig ein GIS als <b>Arbeitsinstrument<\/b> zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dieses soll auch auf weitere Themenfelder jenseits der \u00d6konomie wie etwa die Frage nach dem Transfer von Personen und Ideen oder nach Kommunikationswegen anwendbar sein.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_letter_spacing=&#8220;3px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\">Projektbereiche<\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font_size=&#8220;17px&#8220; text_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interdisziplinarit\u00e4t ist in der modernen Geschichtswissenschaft heute allgegenw\u00e4rtig und eine beinahe zwingende Voraussetzung zur Entwicklung und Etablierung neuer Methoden und Erkenntnisse zu gegebenen historischen Fragestellungen. Besonders im Bereich der antiken Wirtschaftsgeschichte ist die Geschichtswissenschaft auf\u00a0 neue Methoden aufgrund der vielfach postulierten relativen Quellenarmut klassischer literarischer Quellen angewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Langfristvorhaben \u201eMaritime Verbindungen und ihr Einfluss auf den antiken Seehandel \u2013 Nautische Simulationen als Grundlage historischer Forschungen\u201c f\u00fcr die Erstellung des \u201eDigitalen Interaktiven Maritimen Atlas zur Geschichte (DIMAG)&#8220; umfasst aufgrund seiner interdisziplin\u00e4ren Ausrichtung unterschiedliche Forschungs- und Projektbereiche. Im Projekt arbeiten Simulationstechniker, Informatiker, Maschinenbauer, Physiker, Historiker und Arch\u00e4ologen eng verzahnt miteinander zusammen, um aus den verschiedenen Bereichen ein historisch-geographisches Informationssystem zu schaffen, welches die Analyse des Seehandels und seiner Rahmenbedingungen \u2013 insbesondere des Potentials historischer Seerouten \u2013 in einer bisher nicht m\u00f6glich gewesenen Tiefe und Pr\u00e4zision erlauben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Langfristvorhaben l\u00e4sst sich grob in die folgenden Projektbestandteile unterteilen:<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_4,1_4,1_4,1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/maritime-verbindungen.uni-trier.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/penup_20230215_103303-e1676453754793.jpg&#8220; 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